„Einschnitte“: Die Geschichten hinter Narben bei Viertausendhertz

Seit Anfang 2016 existiert das Podcast-Label Viertausendhertz und hat in der noch relativ kurzen Zeit seines Daseins einige Podcast-Serien ins Leben gerufen. Im Juni kam mit dem Mixer eine Reihe dazu, die sich von den anderen unterscheidet. Die Stücke stammen nämlich von unterschiedlichen Autoren und haben untereinander üblicherweise keinen inhaltlichen Zusammenhang – es sei denn, es handelt sich um die Episoden einer Mini-Serie.

Eine solche ist gestern gestartet: „Einschnitte“ von Hannah Kessler beschäftigt sich mit Narben und den Geschichten hinter ihnen. In der ersten Folge portraitiert Kessler ihre Nichte Leonie, die eine Narbe hat, die sich über ihren kompletten Rücken zieht. Natürlich ist die Episode recht emotional, wie man es sich bei einer so großen Narbe wohl denken kann, außerdem ist sie – typisch für Viertausendhertz – sehr gut produziert. Ich hoffe, dass „Einschnitte“ noch viele weitere Folgen bekommen wird.

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Sitcom-Jahrzehnte bei Coopers Kaffee

Weil es privat (2 Kinder) und beruflich (2 Jobs) in letzter Zeit drunter und drüber ging, musste ich dieses nette kleine Seitenprojekt für eine Weile ruhen lassen. Weil ich aber auch vermehrt mit dem Auto unterwegs war (3 Länder), hatte ich reichlich Gelegenheit, angestaute Podcasts aufzuholen und neue kennenzulernen. Und so kann ich in nächster Zeit wieder ein paar Empfehlungen loswerden.

Den Anfang macht eine Reihe von drei Episoden, die der Serien-Podcast Coopers Kaffee im August und September herausgebracht hat. Darin geht es um die prägenden Sitcoms der letzten drei Jahrzehnte – jeweils einem pro Episode. Den Anfang machen die Achtziger, gefolgt von den Neunzigern und den 2000ern. In jeder der Folgen, die zusammen mehr als sechs Stunden lang sind, werden jede Menge Serientitel genannt, Gutes gelobt und Schlechtes auseinandergenommen.

Auch wenn ich mit einigen Besprechungen nicht ganz so einverstanden bin – „Friends“ und „How I Met Your Mother“ werden beispielsweise kritisiert, ohne stichhaltige Gründe für die Ablehnung zu nennen, wohingegen verschiedene grottenschlechte Serien in den Himmel gelobt werden –, macht es doch sehr viel Spaß, an Serien erinnert zu werden, die man als Kind oder Jugendlicher gesehen und schon wieder vergessen hat.

Die Feuilletöne besprechen den Ingeborg-Bachmann-Preis 2016

Bereits seit 2012 legt der Podcast Feuilletöne (vormals Die Quasselstrippen) einmal im Jahr eine Sondersendung ein, in der die beiden Macher Herr Martinsen und Frau Windhorst die Texte besprechen, die wenige Tage zuvor für den Ingeborg-Bachmann-Preis zur Wahl standen. So erschien auch dieses Jahr – nämlich am Wochenende – die fast schon traditionelle Episode zur Preisverleihung im österreichischen Klagenfurt.

Darin geht Herr Martinsen zunächst auf die Mitglieder der Jury ein und nennt kurz ihren beruflichen Hintergrund. Anschließend nehmen sich er und Frau Windhorst pro Text rund sechs Minuten Zeit, um erst ein paar biografische Informationen über den/die jeweilige/n Autor/in zu geben, den Inhalt zu beschreiben und dann ihre Meinung über den Text selbst kundzutun. Dazu erfahren wir Hörer auch – falls wir es nicht schon vorher wussten –, welcher Text/Autor den Ingeborg-Bachmann- oder einen der drei anderen Preise gewonnen hat.

Praktischerweise sind auf der Seite zur Episode die Texte gleich als PDF-Dateien verlinkt, so dass man nach dem Hören die besten (oder am besten alle) lesen kann, um sich seine eigene Meinung zu bilden.

Die Minecraft-Welt, erklärt von Funkenstrahlen

Obwohl „Minecraft“ schon sieben Jahre auf dem Buckel hat, übt das Spiel noch immer jede Menge Faszination aus. Selbst ich, der nie am PC zockt, bin schon für so manche Stunde auf dem iPad in die Klötzchen-Welt eingetaucht. Wegen der eher ungewöhnlichen Plattform sind mir dabei allerdings viele Dinge entgangen, die die PC-Version von „Minecraft“ zu bieten hat.

Stefan Trauth vom Podcast Funkelstrahlen hat gerade eine Episode veröffentlicht, in der er „Minecraft“ erklärt – und zwar von den Grundlagen bis zu eher spezifischen Themen wie die Wahl eines Servers für Online-Spiele und verschiedene Arten von Online-Spielmodi. Außerdem stellt Trauth YouTuber vor, die mit „Minecraft“-Let’s-Plays bekannt wurden. Und natürlich darf auch das Thema „‚Minecraft‘ im Schulunterricht“ nicht fehlen.

Mit der Episode „Minecraft – Eine Welt voller Abenteuer“ hat Trauth ein knapp eineinhalbstündiges, toll produziertes Hörstück geschaffen, dass genau so auch im öffentlich-rechtlichen Radio laufen könnte. Die einzelnen thematischen Abschnitte sind zuweilen mit Musik unterlegt, dazu lockern Sound-Schnipsel aus YouTube-Videos den Vortrag auf. Zu hören ist die Episode hier.

Die Upfronts 2016 bei den Serienjunkies

Eher unregelmäßig bringen die Macher der Internet-Seite serienjunkies.com Podcasts heraus, die sich – oh Wunder – überwiegend mit Serien beschäftigen. Allerdings mischen sich zuweilen auch Besprechungen von Filmen darunter. Während derzeit jede Woche ein Podcast über die jeweils aktuelle Folge der sechsten Staffel von „Game of Thrones“ veröffentlicht wird, kam am 25. Mai eine Podcast-Episode heraus, in der sich die Serienjunkies mit den Upfronts beschäftigen.

Dabei handelt es sich um eine Reihe von Treffen von Vertretern US-amerikanischer Fernsehsender mit Werbetreibenden. Dort verkünden die Sender, welche bestehenden Serien um weitere Staffeln verlängert und welche abgesetzt werden. Außerdem werden die Serien vorgestellt, die ganz neu ins Programm genommen werden. In der entsprechenden Folge des Serienjunkies-Podcasts konzentrieren sich Adam und Felix auf die fünf großen Networks, also auf ABC, CBS, Fox, NBC und The CW, sowie auf die Serien, die dort in Zukunft zu sehen sind. Da gibt es also jede Menge Empfehlungen (aber auch Nicht-Empfehlungen) für Serien-Fans.

Weil es sich  um den Mitschnitt einer Twitch-Sendung handelt, gibt es das Video direkt auf der Serienjunkies-Seite und auf YouTube zu sehen. Eine Auflistung sämtlicher Podcast-Episoden von serienjunkies.com gibt es hier.